In Sachsen soll eine Startup-Szene entstehen

Bis zum Gründerökosystem Sachsen ist der Weg noch weit

Auf den Weg machen, sollte sich der Freistaat sowie sächsische Unternehmen dennoch. Und eines steht fest: Der Staat kann sich nicht aus der Affäre ziehen. Auch wenn die staatliche Finanzierung sukzessive zurückgefahren werden wird, für eine gründerfreundliche Infrastruktur hat der Staat weiterhin zu sorgen bzw. wo diese noch nicht existiert, muss sie aufgebaut werden. Verkehrsanbindung, schnelles Internet, die Nähe zu Forschung und Entwicklung, geeignete Räumlichkeiten - all das sind nur die offensichtlichsten Beispiele für die benötigte Infrastruktur. Für ein echtes Gründerökosystem braucht es noch eine Menge mehr, z.B. eine gründer- und unternehmerfreundliche Verwaltung, die schlank und unbürokratisch ist oder wenige, dafür aber einfach zu verstehende und zu beantragende, Fördermaßnahmen zur Weiterbildung und Beratung von (Jung)unternehmern.

Was in Sachsen in diesem Zusammenhang gern vergessen wird: eine innovative und prosperierende Startup-Szene braucht eine weltoffene Atmosphäre, Internationalität, Mehrsprachigkeit und interkulturelles Verständnis. Die jüngsten Bilder aus Plauen im Vogtland, wo uniformierte Rechtsradikale mit Fackeln und Fahnen ungestört durch die Stadt marschiert sind und rechte Parolen gebrüllt haben, sind ganz sicher nicht dazu geeignet, fähige Köpfe von anderswo oder ausländische Investoren nach Sachsen zu holen!

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